Ukrainischer Standard
Endlich ist der Winter vorbei und damit meine letzte Hoffnung … die Hoffnung endlich Skifahren zu lernen.
Wobei ich diese schon vor einigen Wochen aufgegeben hatte, als ich genau zu diesem Zweck in die Ukraine gefahren war.
Warum gerade in die Karpaten, wenn ich nur eine Stunde entfernt von der nächsten Skipiste in den Alpen wohne? Einfach so, ich mag es halt exotisch, und so ist es auch geworden: Skiausleih-Stationen sind beispielsweise in den kleinen, charmanten, ehemaligen Eisenbahnwagons untergebracht, dafür entspricht die Skiausrüstung dem höchsten Standard “made in Germany” bzw. “imported from Germany”.
Selbst die Seilbahn entsprach mal dem Stand der Zeit, nämlich vor einigen Jahrzehnten als diese noch in Österreich den Skifahrern diente, bevor sie Anfang der 90er abmontiert und an den Osten weitergereicht wurde. Mit dem Standard ist es hier ohnehin so eine Sache. Man hat eigene Standards und versucht diesen auch best möglichst zu entsprechen.
Wo sonst gehört Frühstücks-Cognac zum Standardgetränk der Skifahrer? Aber wie soll man sonst ohne Alkohol die Piste runterkommen, die dem ukrainischen Standard entspricht? Auch die Verpflegungsstationen auf der Piste mit frisch gegrilltem Schaschlik sorgen für den Mut der Skifahrer und offenbaren die Naturverbundenheit.
Wobei auch bis zur Piste muss man erst noch schaffen. Und dafür sorgen die besten zu Verfügung stehenden Transportmittel ukrainisch-sowietischer Bauart, passend zum Zustand der Straßen. Dieser steht auch voll und ganz im Einklang mit der Natur. Und ganz ehrlich, wozu braucht man überhaupt Standards, wenn das Leben ohne sie viel mehr Spaß macht?
April 15th, 2008 at 11:40
Irgendwie sieht es ja echt süß aus in der Urkaine… Schnne liegt in jedem Fall auch. Irgendwie sieht es doch ziemlich spartanisch aus. Ich brauch Standarts, um ehrlich zu sein ich liebe die deutschen Standarts. DIN, Alid, Lidl… usw. hier ist doch alles irgenwie gut. =)
April 15th, 2008 at 11:40
hey, das ist doch echt schön romantisch! so wäre ich auch gern die piste runtergefahren: mit cognac zu frühstück und auf der vorbeifahrt einen schaschlik-spieß schnappen!
ich weiss nicht, ob es was mit den “standards” zu tun hat. meiner meinung nach geht es viel mehr um die lebensweise, den eigenen lebensrhythmus und verschiedene wunschvorstellungen.
vom rhythmus her passt der cognac doch perfekt zu einem ukrainer: gemütlich frühstücken, von den rühreiern gut gelaunt auf die piste gehen, auf den lift steigen, entspannt runterfahren, nachher mit freunden eine runde lachen, wieder essen, vielleicht einen vodka dazu trinken, usw.
die alten seilbahnen haben doch auch ihren charme, oder? in der ukraine wird alles viel einfacher gesehen: hauptsache sie funktionieren! ob dies nun die seilbahnen von vor 30 jahren sind – wenn kümmert’s? spaß kann man doch trotzdem haben!